Freundschaft

Wie grüsst uns der Morgen so traut und schön,
wenn Freunde das Leben durchziehn;
wenn biedere Herzen sich treu vereint
und Blumen der Liebe erblühn.
Drum reich mir deine Hand,
wir schlingen neu das Band.

Das höchste Glück auf dieser Welt,
das ist ein Herz das zu Dir hält,
in Kampf und Not, in Freud und Lust
steht fest die Freundesbrust.

Die Welt ist so gross und so freudenreich,
die Fluren, die Berge, das Meer.
Wie leuchtet so traulich am Firmament,
der Sterne unzähliges Heer.
Doch jeder Lebensschritt,
bringt Kampf und Sorgen mit.

Ein treuer Freund in banger Stund’,
wenn feucht das Auge, blass der Mund,
ein edles Herz verlässt uns nicht,
ob alles wankt und bricht.

Es schwinden die Jahre, die Jugend flieht,
noch stehn wir im blumigen Hain.
Drum lasst eh’ des Abendrots Schein verglüht
uns Lieder der Freundschaft noch weihn.
Ein Rauhreif über Nacht,
lässt welken alle Pracht.

Dann lebe wohl, lieb Bruderherz,
Dir gilt mein Sehnen, gilt mein Schmerz;
ich denke stets an Dich zurück!
Mein treuer Freund, mein Glück!