Abendglocken

Die Abendglocken rufen
das weite Tal zur Ruh,
die Herden von den Bergen
sie zieh’n dem Dörfchen zu.
Welch feierliches Schweigen
die Blumen fromm sich neigen.
Sie kommt in ihrer Pracht!
Sie kommt in ihrer Pracht!
Die stille Nacht, die stille Nacht.

Da schmücket sich der Himmel
mit Sternen gross und klein.
Da kommt der Mond gezogen
in hellem Demantschein.
Wohin ich immer spähe,
fühlt alles deine Nähe,
fühlt alles deine Macht!
O, stille Nacht. O, stille Nacht.